Dienstag, 26. August 2014

“You can´t be what you can´t see”

“You can´t be what you can´t see” – diese Grundannahme wurde mir bewusst durch verschiedene Aktivitäten, die ich zur Zeit abseits der großen Diskussion über Frauenquote und weibliche Vorstände und Aufsichtsräte im Netz beobachte. Drei Beispiele dazu:
·     Geena Davis erzählt beeindruckend von ihrem Werdegang und ihrer Motivation, in ihrem Leben etwas zu bewegen und eine erfolgreiche Schauspielerin zu werden. Während ihrer Karriere wird sie sich immer mehr bewusst, welches Frauenbild über die Medien vermittelt wird. Vor allem in den USA, die damit hunderte von Millionen Mädchen auf der ganzen Welt beeinflussen. Ihre Hypothese: einem Jungen wird in den Medien ein vielfältiges Bild gezeigt, was er alles werden und erreichen kann. Einem Mädchen werden nur 25% von diesen Möglichkeiten vermittelt – es wird mit einer deutlich eingeschränkteren Wirklichkeit von Frauen konfrontiert.

·     Sheryl Sandbergs Kooperation mit Getty Images unter dem Dach ihrer „Lean In“ Kampagne geht in die gleiche Richtung:„In den Medien werden berufstätige Frauen auf Bildern oft als überfordert oder krankhaft ehrgeizig dargestellt. Die Bildagentur Getty Images hat deswegen gemeinsam mit der Nonprofit-Organisation "Lean In" eine Sammlung mit neuen Bildern "dynamischer Frauen" zusammengestellt, um ein neues Frauenbild zu entwerfen.“  http://www.deutschlandfunk.de/lean-in-collection-neue-weibliche-vorbilder-schaffen.2016.de.html?dram:article_id=284116

Auch hier finde ich interessant, in meinem eigenen Wahrnehmungsfilter zu überprüfen, ob sich diese Hypothesen für mich bestätigen. Dabei fällt mir vor allem auf: wichtige Konferenzen und Kongresse sind überwiegend männlich besetzt. Frauen treten als Expertinnen oder als Rednerinnen viel weniger auf – vor allem in scheinbaren „Männer-Domänen“ wie Finanzen, Strategie, Controlling.  
 
·     Und noch eine dritte Aktivität fand ich spannend: die von „Always“ gestartete Kampagne “Like a girl“. Das ist zwar eine klar kommerziell ausgerichtete Kampagne, hat mir aber ins Bewusstsein gerufen, dass Aussprüche wie „Du wirfst wie ein Mädchen – Du läufst wie ein Mädchen u.ä.“ meistens mit einer subtilen Abwertung von männlichen Bezugspersonen wie Brüdern, Freunden, Vätern, Lehrern etc.  einher gehen. Hier fand ich das Video „Throw like a girl“  http://www.woman.at/a/likeagirl-kampagne-always-video als guten Anstoß über diese Sozialisationseinflüsse nachzudenken und diese Reflexion in die Coaching-Diskurse mit meinen weiblichen Klientinnen aufzunehmen.
 


 

Dienstag, 8. Juli 2014

Froh ist nur, wer geben mag. (Johann Wolfgang von Goethe)

"Froh ist nur, wer geben mag" - ganz in diesem Sinne, möchten wir Ihnen heute ein Projekt ans Herz legen, das wir ganz hervorragend finden und auch selbst unterstützen.

"Kinder von gestern - das Jugendzentrum für Senioren" ist ein Verein und eine besondere Begegnungsstätte, die der Sänger Abi Ofarim ins Leben gerufen hat. Zusammen mit Ernst Benner (Benner & Partner) setzt sich Abi Ofarim für die "Kinder von gestern" ein, die Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut und erfolgreich gemacht haben.

In fröhlicher Café-Atmosphäre erinnert im Jugendzentrum für Senioren in der Schleißheimer Straße 53 nichts an ein Altersheim. Im Gegenteil, hier begegnen sich Jung und Alt, um voneinander zu lernen.

Wir finden dieses Projekt ganz hervorragend und würden uns freuen, wenn außer uns noch viele andere den Satz "froh ist nur, wer geben mag" wörtlich nehmen. Informieren Sie sich doch online http://kvg-ev.de/ oder noch besser, schauen Sie einfach mal vorbei im Jugendzentrum für Senioren!

Ihr Strasser & Strasser - Team

Dienstag, 10. Juni 2014

Authentische Führung

„Führungskräfte dürfen heute insgesamt authentischer sein als früher“, so Moira Forbes in einem Interview mit Andrea Rexer für die Süddeutsche Zeitung. Wir gehen sogar noch weiter und sagen „Führungskräfte müssen heute insgesamt authentischer sein als früher!“

Um die eigene Authentizität in der Führungsarbeit auszubauen, ist es aus unserer Erfahrung sinnvoll, sich mit dem eigenen Potenzial auseinanderzusetzen. Arbeiten Sie an Wegen, die persönlichen Ressourcen noch besser in der Führungsarbeit einzusetzen. Das ist neben dem täglichen Arbeitspensum im normalen Arbeitsumfeld schwierig – wer möchte sich als Führungspersönlichkeit schon am Arbeitsplatz mit dem Körper, dem Geist und der eigenen Seele beschäftigen? Doch aus unserer Sicht ist genau das der richtigen Ansatzpunkt.

Mit dieser Meinung sind wir nicht allein. Der britische Philosoph Roger Steare beispielsweise berät sehr erfolgreich Führungskräfte und erklärt ihnen, wie sie zu guten Menschen werden und damit den Kulturwandel im Unternehmen anstoßen. Aus seiner Sicht funktioniert Wandel hin zu Authentizität und Vertrauenswürdigkeit, indem er den Führungskräften existenzielle Fragen stellt: „Wer sind wir?“ „Was macht uns zu guten Menschen?“ „Was ist der Daseinszweck unseres Unternehmens?“ „Wie treffen wir gute Entscheidungen?“
Die Führungskräfte arbeiten meist in Zehnergruppen, die Ergebnisse aus den Workshops werden dann kaskadenmäßig ins Unternehmen weiter getragen. (
Quelle)

Wir laden Sie ein, an drei Tagen im Oktober (13. – 15.10.2014) intensiv an Ihrer Führungspersönlichkeit sowie an eigenen Themen aus Beruf und Privatleben zu arbeiten (Lesen Sie mehr). Sie werden Zeit haben, Ihr Energiemanagement zu reflektieren. Sie werden aber auch Impulsvorträge hören, Expertenwissen von uns vermittelt bekommen und sich in einer inspirierenden Lerngruppe mit anderen engagierten und erfahrenen Führungskräften austauschen.
 
 
Authentizität gaben in einer Studie der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft in Überlingen und Bad Harzburg gaben über 60% der 267 Befragten als wichtigste Führungseigenschaft an. Damit liegt Authentizität sogar vor Belastbarkeit, Begeisterungsfähigkeit und Fachkompetenz.
Wir möchten Sie unterstützen, die damit wichtigste Führungseigenschaft  zu fördern.
Kommen Sie zusammen mit uns in das schöne Chiemgau und werden Sie wieder Sie selbst – auch und vor allem in Ihrer täglichen Führungsarbeit!


Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme unter v.neumayer@strasser-strasser.de.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Psychologische Wirkung von Zielen





Eine von vielen Definitionen eines Ziels lautet: "Ein Ziel ist ein in der Zukunft liegender Zustand mit eindeutiger Beschreibung. Es dient dazu, die Leistung messbar zu machen."

Wir alle haben unsere Ziele und Vorsätze - zumindest in unserem Kopf. Doch es ist sinnvoll, sich regelmäßig mit den eigenen Zielen auseinander zu setzen. Psychologisch gesehen ist die Ausformulierung von Zielen und die Priorisierung dieser sogar sehr wichtig!

Nur wenn wir genau wissen, was wir erreichen möchten, können wir uns vor Ablenkungen abschirmen, sich bietende Gelegenheiten zum Handeln wahrnehmen und Zielkonflikte lösen.
Denn Ziele und Vorsätze...
§… mobilisieren die zum Handeln erforderliche Energie.
§… bauen eine dauerhafte Spannung auf, die erst nach Erreichen des Ziels abgebaut wird.
… erhöhen die Ausdauer beim Handeln.
Dies gilt für den beruflichen wie für den privaten Kontext. Was heißt dieses Wissen für „Führen im Wandel“?

In unseren Veränderungsprojekten lautet der erste Hebel "Klare Ziele und Erwartungen - Die Mitarbeiter kennen die Ziele des Wandels für das Unternehmen und in Bezug auf ihr persönliches Arbeitsumfeld". Führungskräfte haben dabei drei wichtige Aufgaben:
1.    Die Ziele der Veränderung erklären.
2.    Die Ziele mit den Mitarbeitern im Team-Dialog besprechen.
3.    Mit jedem Mitarbeiter klären, ob das Ziel der Veränderung für die eigenen Ziele des Mitarbeiters „Rückenwind“ oder „Gegenwind“ bedeutet.

Wenn die dezentralen Einheiten (Abteilungen, Teams und Gruppen) die Veränderungsziele des Unternehmens verstehen, akzeptieren und mit eigener Sinn-Energie aufladen, können die dezentralen Kräfte mobilisiert und optimal auf das zentrale Ziel fokussiert werden.
 
Wie erleben wir die Wirkung des Hebels im aktuellen Zeitgeschehen? Dazu fällt uns die Europa-Wahl ein. Wir bemerken einen deutlichen Unterschied gegenüber der sonstigen Kommunikationsaktivität in Europa. Sehr oft lesen und hören wir zur Zeit über die Vision, den Sinn und die Ziele von Europa. In Gesprächen in unseren Beratungs- und Trainingsprozessen kommt das Gespräch am Rande öfter auf die Frage „Was bedeutet Europa eigentlich für Sie? Welche Ziele haben Sie und bei welchen Parteien finden Sie diese wieder?“ Diese Gespräche erleben wir als inspirierend und das zeigt für uns ganz konkret, wie viel  Energie das Reden über Sinn, Vision und Ziel gibt.

Montag, 19. Mai 2014

Methode zur Selbstkontrolle

Heute möchten wir allen Lesern eine Methode zur Selbstkontrolle vorstellen, die ohne viel Einführung leicht verständlich ist:

Wir wünschen allen viel Spaß damit!

Donnerstag, 24. April 2014

Ohne Herkunft keine Zukunft?

Bildquelle: http://www.theguardian.com
Momentan ist Zia Haider Rahman in der Presse für einen Roman - DEN Roman des 21. Jahrhunderts, wie es schon vor dem Erscheinen hieß. Der Romantitel lautet "In the Light of What We Know" und das großartige an der Geschichte ist nicht nur der Roman, sondern die beeindruckende Lebensgeschichte von Zia Haider Rahman.

Er wurde in Zeiten des Krieges in einer Lehmhütte in Bangladesch geboren. Zias Vater gelang 1972 die Auswanderung nach England. In London hauste die Familie in einem Slum und hatte unter anderem mit bissigen Ratten zu kämpfen. Doch der Vater gab nicht auf und schaffte es zum Busfahrer und Oberkellner und erkämpfte sich eine Sozialwohnung.

Zia entwickelte als Teenager ein Gehör für die Besonderheiten der Sprache - und die Zusammenhänge der britische Stämme und Klassen mit diesen sprachlichen Besonderheiten. Mit einem Kassetten-Rekorder zeichnete er die Stimmen von BBC-Journalisten auf und korrigierte damit die eigene Aussprache. Durch die Unterstützung eines aufmerksamen Lehrers und einem Voll-Stipendium schaffte er es tatsächlich in Oxford zu studieren - und mit Bestnote abzuschließen. Es folgten Stipendien im Münchner Maximilianeum, Camebridge, Yale. Die Wall Street verließ er nach dem 11. September und wurde Menschenrechtsaktivist.

Uns hat die Geschichte von Zia Haider Rahman mehr als beeindruckt, als wir sie in der Süddeutschen Zeitung Nr. 89 am 16. April 2014 gelesen haben. Und wir freuen uns schon sehr auf DEN Roman des 21. Jahrhunderts. Und unsere etwas provokante Überschrift dürfte Zia mit seinem Lebenslauf mehr als widerlegt haben. Es liegt eben doch an uns selbst, was wir aus unserem Leben machen!



Montag, 7. April 2014

Authentische Führung mit Energie und Freude

Wie können Führungskräfte authentisch und produktiv sein? Hierzu gibt es jede Menge Ansätze in der Management Lehre und auf dem Seminarmarkt. Auch wir setzen uns schon lange mit diesem Thema auseinander und bieten mit unseren Partnern diverse Seminare und Trainings zum Thema an. So leitet Peter Drißl bei mehreren Kunden Seminare zum Thema "Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz" oder Frau Dr. Strasser unser Führungsseminar für Frauen in dem "Managing Energy" und "Meaning" einen großen Part einnehmen.

Nun haben wir uns in Zusammenarbeit mit Swantje Benussi (Beraterin und Coach) und Yvonne Frei (Yoga-Coach und Expertin für Körperarbeit) entschieden ein Seminar für Führungskräfte anzubieten, bei dem es darum geht, ein besseres Ergebnis durch Führungskompetenz, Energie und Sinn zu erzielen. Das Seminar heißt "Authentische Führung - Wie Sie wieder Sie selbst werden!" und hier finden Sie den zugehörigen Produktflyer.

Passend zum Thema sind wir bei unserer Recherche auf ein MindMap von Anna Vital gestoßen, das wir Ihnen nicht vorenthalten möchten: